Das war 2018

Das war er in Zahlen, der erste Hamburger Preacherslam: 8 Slammer*innen, 1 Musiker, 1 Moderator, 1 Comedian, 12 Menschen im Vorbereitungsteam aus 8 christlichen Kirchen/Organisationen, 180 Zuschauer*innen im vollbesetzten Saal des Haus 73, 140 Minuten Programm.

Es war ein intensiver Abend mit vielen Emotionen, viel Beifall und einer guten Stimmung. Wer gewonnen hat (Jonas Goebel), war dann irgendwie doch zweitrangig. Die Slammer*innen brachten sehr unterschiedliche Texte und damit auch sich selbst auf die Bühne. Unter dem Titel "Yes, I believe" fielen Ihnen viele unterschiedliche Dinge ein, teils witzig, teils bewegend, immer sehr persönlich. Und so war es für alle Anwesenden ein gelungener Abend. Die anwesenden Medien (Hamburger Abendblatt, Neue Kirchenzeitung, Spiegel Online, Bibel TV, Deutschlandfunk) zeigten sich interessiert und fragten, inwieweit dies eine neue Art von Kirche sei oder werden könne.

Eine Auswahl der Auftritte haben wir hier für dich zusammengestellt.

Annika

Annika P. ist 19 Jahre alt und gebürtige Hamburgerin – auf ihrem Blog nikaslife.de veröffentlicht sie nicht nur ihre Poetry Texte, sondern auch einige Denkanstöße und Glaubenserfahrung. Dort findet man zudem die ersten (Poetry) Videos, die sie auf ihrem YouTube Kanal online stellt. Wann das nächste Video oder der nächste Text kommt erfährt man am Besten über Instagram @nikaslife0205. Sowohl dort, als auch über den Blog kann man sie kontaktieren, wenn man den Text benutzen möchte.   Annika P. ist 19 Jahre alt und gebürtige Hamburgerin – auf ihrem Blog nikaslife.de veröffentlicht sie nicht nur ihre Poetry Texte, sondern auch einige Denkanstöße und Glaubenserfahrung. Dort findet man zudem die ersten (Poetry) Videos, die sie auf ihrem YouTube Kanal online stellt. Wann das nächste Video oder der nächste Text kommt erfährt man am Besten über Instagram @nikaslife0205. Sowohl dort, als auch über den Blog kann man sie kontaktieren, wenn man den Text benutzen möchte.

Gott? Ich habe mich von Dir abgewandt – für mich gelebt, die letzten Tage, Wochen, Monate.
Und die Gedanken in meinem Kopf, kreisen, kreisen, kreisen um mich selbst und ich weiß nicht, wie ich aus diesem Gedankengefängnis je wieder ausbrechen kann.
Meine Fragen sind zu hoch, diese Phrasen zu groß – warum kann ich nicht mehr glauben? Warum geht es nicht mehr weiter? Warum kann es denn nicht einfach wieder einfach sein?
Ich weiß doch, dass es eigentlich um Dich geht, darum bei Dir zu bleiben. Und doch schaut es so anders aus, was wir aus Glauben machten. Dieses Kreuz – Anlaufpunkt in allen Angriffsphasen, allen Fragen, allem Klagen. Doch jetzt kommt das Aber -
Denn stattdessen lasse ich mich abdriften in diesem Ozean meiner Gedanken, die nur um mich und diese Welt kreisen – hab längst die seichten Gewässer verlassen. Die Wellen um mich rum haben meine Flamme, die einst so sehr für Dich brannte, fast erstickt. Und jetzt steh ich hier auf dieser Bühne und frage mich: Do i believe? Glaube ich an Dich? Glaube ich Dir? Ich hoffe es, ich will es, mein Herz drängt mich. Doch scheint alles mich von Dir abzulenken – vor allem ich selbst: ein Klick auf YouTube und BAM schon vergeht die Zeit.

Was, wenn Glaube nicht nur das meint, was wir daraus machten? Ein paar rausgehauene Phrasen – „es könnte ja vielleicht, ganz eventuell - so rein theoretisch natürlich - so und so sein…“ aber darauf bauen, sich festlegen? Davor hat meine Generation viel zu viel Angst.
Glaube bedeutet doch eine feste Zuversicht. Ein Vertrauen auf Etwas, was man jetzt noch nicht sieht und vielleicht auch noch nie gesehen hat – wenn Glaube bedeutet, mein Leben danach auszurichten frage ich mich: Glaube ich? Und ja, ich glaube schon so irgendwie, dass ich so rein theoretisch halt schon so daran glaube…aber wenn ich mal ganz ehrlich bin, muss ich diese Frage nach biblischer Definition wohl grade mit „Nein“ beantworten.
Von mir sollen Ströme des lebendigen Wassers ausgehen und mal ehrlich: ich bin grade nicht mal ein Teich, vielleicht eher eine Pfütze, die am austrockenen ist, zumindest fühlt es sich so an – Aber Glaube hat ja nichts mit Gefühlen zu tun – nur wurde es meiner Generation so eben oft verklickert.
Und so frage ich mich: Do i believe? Und meine Gedanken kreisen, kreisen, kreisen um mich selbst und ich frag mich warum sich hier nichts bewegt. Und dabei bist Du gerade Welten am bewegen, während ich diese verwirrten Phrasen hier raushaue.
Ich würde so gerne Deine Hand wieder ergreifen, durchs Gefängnis mit Dir gehen und anderen in ihrer Nacht vom Tag erzählen. Doch irgendwie ist es mittlerweile auch wieder Nacht geworden in meinem Leben – und das will halt niemand hören, wenn man fragt wies mir geht und bisher hat dieser Maskenball auch ganz gut funktioniert – kann die Fassade noch aufrecht halten – doch innerlich zerbreche ich und weiß nur ich brauche Dich!
Was mach ich denn falsch? Dass ich Dich nicht mehr hören oder sehen kann? Ich sehe und höre, wie Du Menschen um mich rum begegnest, zu ihnen sprichst, mit ihnen redest, ihnen Dinge aufs Herz legst und ich bitte Dich, dass Du mich umgibst. Nicht aufgibst, für mich kämpfst und für mich siegst – denn ich schaff‘s einfach nicht.
„Mein Kind. Es tut mir so unendlich weh, dich so zu sehen. So verwirrt & verloren. Aber bitte versteh doch: Ich bin nicht sauer auf dich, nein, nicht einmal enttäuscht – ich freue mich, dass du endlich wieder zu Mir sprichst. Ich bin nicht der Autor von Verwirrung, sondern von Frieden und den will Ich dir geben. Ich finde dich, weiß längst wo du bist, denn nicht eine Sekunde warst du je verlassen – Ich bin nicht gegangen, als die Dinge schwieriger wurden – Ich war da. Die ganze Zeit. Ich habe mit dir geweint, nach dir gerufen. Ich gebe dich nicht auf – wie sollte Ich nur? Ich liebe dich viel zu sehr. Du bist genug – du musst nicht erst was leisten, damit Ich dich liebe. Nur glauben.
Ich weiß um jede Sekunde, die verstrich und es bricht Mir das Herz, wenn Ich daran denke, was wir hätten erleben können, darum bitte Ich dich: Lauf zurück in Meine Arme. Du bist Meine Tochter und Mir unendlich wertvoll. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen – du bist Mein. Und kein Wasser wird die Flamme in dir auslöschen können und wenn du ins Feuer gerätst, dann nur so lang, bis Ich Mein Spiegelbild in dir erkenne – nein, du wirst nicht verbrennen – was Ich in dir begonnen hab, das führe ich zu einem guten Ende, bitte vertrau Mir.
Mein Kind, sei gnädig mit dir selbst. Als Mein Volk damals Nichtiges trieb, nichtigen Götzen nachlief und Mich verließ – hatte ich es dennoch noch lieb und gab es nicht auf.
Komm zurück nach Haus und lass dich in Meine Arme nehmen – alles was Ich von dir verlange, ist, dass du glaubst und du wirst staunen, was wir zusammen erleben, wenn du Mir vertraust.
Wirst du noch einmal Meiner Liebe glauben, die alles ändern kann?“
Ja. Ich habe mich von Dir abgewandt. Für mich gelebt. Doch jetzt beug ich meine Knie und sag: Yes, i believe. Ich hör jetzt auf zu rennen, dreh mich um und lauf in Deine offenen Arme. Warum sie noch immer offen sind, versteh ich nicht und doch glaube ich.
Dir gehört der Thron meines Seins. Herr, ich habe mein Leben an die Wand gefahren, als ich das Lenkrad wieder an mich riss. Jetzt rufst du mich in dem Scherbenhaufen, der noch davon ist.
Yes, I believe – You turn broken into beautiful – God, I am broken in this mess I’ve made, I need You to restore me. Bring me back to Calvary, where You bled and died for me. Yes – this I believe.
Ja, deswegen glaube ich. Weil meine Nägel Dich durchbohrten, Du für meine Sünde starbst, dafür, dass ich Dir nicht glaubte – Dein Blut wäscht mich schneeweiß, wenn ich im Dreck gebadet habe.
Und wenn die Leute fragen, lass mich sagen, dass ich glaube. Und selbst wenn die Ablenkungen und Zweifel wiederkommen, will ich jetzt entscheiden, dass ich glaube, denn es ist Deine Gnade, mit der ich übers Wasser laufe.

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