Das war 2018

Das war er in Zahlen, der erste Hamburger Preacherslam: 8 Slammer*innen, 1 Musiker, 1 Moderator, 1 Comedian, 12 Menschen im Vorbereitungsteam aus 8 christlichen Kirchen/Organisationen, 180 Zuschauer*innen im vollbesetzten Saal des Haus 73, 140 Minuten Programm.

Es war ein intensiver Abend mit vielen Emotionen, viel Beifall und einer guten Stimmung. Wer gewonnen hat (Jonas Goebel), war dann irgendwie doch zweitrangig. Die Slammer*innen brachten sehr unterschiedliche Texte und damit auch sich selbst auf die Bühne. Unter dem Titel "Yes, I believe" fielen Ihnen viele unterschiedliche Dinge ein, teils witzig, teils bewegend, immer sehr persönlich. Und so war es für alle Anwesenden ein gelungener Abend. Die anwesenden Medien (Hamburger Abendblatt, Neue Kirchenzeitung, Spiegel Online, Bibel TV, Deutschlandfunk) zeigten sich interessiert und fragten, inwieweit dies eine neue Art von Kirche sei oder werden könne.

Eine Auswahl der Auftritte haben wir hier für dich zusammengestellt.

Rina

Da wo der Himmel das Meer küsst

Ich glaube an die Liebe, nicht nur in Filmen.
Ich glaube daran, dass sie unendlich sein kann.

Liebe lässt mich an Wunder glauben, sie ist der Funke in deinen Augen.
Ich weiß, sie kann mich fangen - hört jemand auf mich zu lieben, fängt jemand neues damit an und wenn ich mal nicht weiter weiß, nicht mehr kann, schaut sie mich an und sagt: „das schaffen wir zusamm’“.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, denn das was du liebst, ist das was dich hält.
Doch Liebe auch dich, so wie du bist, mit dem was du isst.
Liebe dich so wie niemand anderen, denn dann kannst du Liebe geben, für andere.

 

Ich liebe, denn ich liebe meine Familie, man könnte sagen, mehr als mein Leben.
Mein Familie sind die Menschen, für die würde ich immer alles geben.

Sie haben mir gezeigt, was Liebe ist und mir nicht nur mein Leben geben,

sondern die Fähigkeit zu verstehen „wozu überhaupt leben?“.

Ich glaube an das Leben, dass ich das Leben erleben kann.

Ich ich selbst bin, mit allem meinem Verstand. Ich bin Herr der Dinge.

Ich kann bestimmen wie mein Leben verläuft, vielleicht nicht immer,
vielleicht nicht zu 100%, aber ich kenne mein Leben, wie es kein anderer kennt.

Ich kann es teilen und für mich selbst nehmen, ich kann es ver,- und achten.

Ich tue was auch immer mir lieb ist, was mir gefällt, was kostet die Welt?

Ich leben, denn ich leben jeden Tag wie ich es will.

Ich glaube auch an das Leben nach dem Tod, an die Hoffnung an das Gute im Leben, nach dem Leben, da kann man machen, da man reden, so ist es eben.

Wir sterben erst, wenn wir leben,
doch leben weiter auch nach dem letzten Schritt auf der Lebensleiter.

Leben ist Hoffnung. Hoffnung auf den nächsten Tag, dass die Sonne wieder aufgeht,
24 Stunden erneuet vergehen und die Hoffnung und ich uns wiedersehen.

Ich glaube an die Hoffnung, Hoffnung ist der eine Stern unter tausend Wolken.

Hoffnung lässt dich besser schlafen und gibt dir das Gefühl,
das Dinge laufen, wie sie sollten.

Ich hoffe, dass es dir gut geht, denn das wäre das Schönste, das der Tag bringen kann,

dass du lachst und deinen Tag genießen kannst.

Ich hoffe, denn ich hoffe dass mehr Menschen Frieden als Kriege wünschen.

Hass, Gewalt und Ungerechtigkeit vergehen.
Ich hoffe, dass du und ich uns bald wiedersehen.

Wer nicht hofft, hat schon verloren, Hoffnung stärkt dein Ich, mit Hoffnung sind wir geboren und wenn du nicht hoffst, mach ich es für dich.

Hoffnung bringt uns auch einen Schritt zurück auf unserer Lebensleiter,

wenn wir hoffen, dann fallen und trotzdem scheitern.

Ich glaube an das Scheitern,

an das Hinfallen und das Dinge mich verletzen, weil ich so viel auf sie setzte.

Weil ich nicht verstanden habe, dass Hoffnung keine Garantie ist,
das das Leben auch mal zuschlägt.

Dass Liebe mich fast zum Hassen bringen kann, dass ich auch, wenn ich ich selbst bin, mit allem meinem Verstand, mich für Dinge hassen kann.

Ich scheitere, denn ich scheitere an den einfachsten Sachen,

ich wollte doch eigentlich nur alles richtig machen.

Jeder ist seines Glückes Schmied doch manchmal frag ich mich, 

„habe ich überhaupt Glück verdient?“

Ich bin so tief am Boden, dass kein „alles wird gut“ mich entlasten kann,

dass jede Schulter zum anlehnen mich nicht retten kann, stärken kann.

Für den ersten Moment, denn ich brauche bloß Zeit,

das Leben meint es gut mit mir, ich muss weitermachen.
Darf mal die Hoffnung verlieren aber nie mein Lachen.

Ich muss mich trauen erneuert zu scheitern,
den Schritt wieder hochzugehen auf meiner Lebensleiter.

Ich brauche jemand der mir Mut zuspricht, kann das auch selber tun.

Darf aber nicht aufgeben, mich nicht einfach ergeben, dem Scheitern hingeben.

Denn hab ich den Mut, dann wird am Ende immer alles gut.

Ich glaube an den Mut, der mich dazu bringt wieder aufzustehen, weiterzugehen

und Dinge mit anderen Augen zu sehen.

Der Mut, der mir zuspricht: „du sollst keine Angst haben, lieber Dinge riskieren und wagen“

Ich bin mutig, denn ich bin mutig, wenn ich Dinge ausspreche, 
die ich eigentlich nicht sagen will.

Wenn ich aufstehe, obwohl ich lieber liegenbleiben will.

Und wenn ich scheitere, das Segel wieder in die Hand nehmen

und doch noch ein letztes mal alles gebe.

Der Mut rettet mich bevor ich mich selbst verlier,

da ist etwas in mir, das spricht und sagt: „vergiss dich nicht, gib dich nicht auf,

dann nehmen die Dinge ihren Lauf und Taten zahlen sich am Ende aus“.

Wenn du an etwas glaubst, dann schaffst du das.

Mut und Glaube liegen nah beieinander und ich glaube, sie wären nichts ohneeinander.

Ich glaube an den Glauben,

mein Glaube ist schön, einzigartig und hat,

wenn ich ehrlich bin nichts mit dem Buch zutun, dass sich die Bibel nennt.

Doch ich hoffe, das ist nicht schlimm,
ich glaube nämlich an das was ich will, was mir gefällt,

was in meinen Augen Sinn ergibt und mich am Leben hält.

Mein Glaube ist ein Remix aus dem Evangelischen und meiner eigenen Person,

klingt vielleicht komisch ist aber so.

Da ist ein Wesen, ich weiß nicht vielleicht bist du es Gott.

Für dich habe ich so viel Liebe übrig und weiß nicht ein mal wie du aussiehst.

Oberflächlichkeit vergeht hier, was zählt sind die Werte in dir, in mir.

Mit dir fühle ich mich sicherer, danke für dein Ohr, das bisher immer da war.

Für mich bist du im Leben wichtig, denn

alles an das ich glaube finde ich in dir,

sei es Leben, Liebe, Hoffnung, Scheitern und noch viel mehr.

Lass dich unendlich sein,

bleib bei mir für längere Zeit.

Denn alles was bis zum Himmel reicht,

ist der Glaube an dich.

Und da wo der Himmel das Meer küsst,

nur da ist etwas unendlich und genau da bist du.

Das glaube ich nicht, das weiß ich.